Gründung und Bau
Die AAREWERKE AG wurde am 17.
September 1929 mit der Absicht, zuerst das Kraftwerk Klingnau und anschliessend
das Kraftwerk Wildegg-Brugg zu bauen, gegründet.
Das Kraftwerk Klingnau wurde in den
Jahren 1931 bis 1935 mit Kosten von rund 41 Millionen Franken erstellt. Mit dem
Bau dieses Werkes zur Ausnützung der untersten Gefällstufe zwischen dem
Hydraulischen Kraftwerk Beznau und der Aaremündung konnte in der damaligen
Krisenzeit auch ein willkommener Beitrag zur Arbeitsbeschaffung geleistet
werden. Das Bauvorhaben sollte der Wirtschaft neuen Auftrieb und dem Land
zusätzliche elektrische Energie verschaffen. Weil damals auf absehbare Zeit
hinaus der erzeugte Strom in der Schweiz nicht abgesetzt werden konnte, war die
Beteiligung des Rheinisch-Westfälischen Elektrizitätswerks AG, Essen, das die
ganze Produktion zu Jahreskosten übernahm, willkommen und wichtig.
Die Konzession für den Betrieb des Kraftwerks Klingnau erteilte der
Regierungsrat des Kantons Aargau auf die Dauer von 80 Jahren bis zum Jahr 2015.
Im Jahre 1949 wurde die Konzession für das Werk Wildegg-Brugg auf die
Nordostschweizerischen Kraftwerke AG übertragen.
Vor der Aarekorrektion in den Jahren 1886 bis 1904 war die Schwemmebene zwischen
Böttstein und dem Rhein eine wilde und dynamische Flusslandschaft mit Mäandern,
Kiesinseln und Auenwäldern. Regelmässige Überschwemmungen führen zum Bau von
Hochwasser-Schutzdämmen und zur Kanalisierung der Aare. Das Kraftwerk Klingnau
mit seinem künstlich angelegten Stausee veränderte diese kanalisierte
Flusslandschaft schon nach kurzer Zeit positiv. Der See entwickelte sich zu
einem Vogelbiotop von europäischer Bedeutung. Durch die Verlandung entstanden
neue Lebensräume, die von einer Vielzahl von Pflanzen und Tieren besiedelt
wurden. Natur und Technik haben sich vereint.
Diese seltene Vielfalt von Pflanzen und Tieren auf engem und bedrängtem Raum
veranlasste den aargauischen Grossen Rat im Jahre 1988, das Dekret zum Schutz
des Klingnauer Stausees und seiner Umgebung zu erlassen.